Warum Bäume wichtig sind und wir dringend neue benötigen.

Wälder sind nicht nur schön, um darin spazieren zu gehen oder Hütten zu bauen. Sie sind auch sehr nützlich. Denn ihre Bäume haben eine sehr wichtige Aufgabe: Sie stellen Sauerstoff her und geben diesen an die Luft ab. Diesen Sauerstoff brauchen wir Menschen zum Leben.

Ein ausgewachsener Baum liefert jeden Tag Sauerstoff für den Atem von 15 Menschen. Die Bäume verarbeiten dabei das Gas CO2, also Kohlendioxid, welches in unserer Luft enthalten ist. Zu viel Kohlendioxid ist schädlich für die Umwelt und für uns Menschen. Die Bäume helfen also, unsere lebensnotwendige Luft zu säubern.

Weltweit geht immer mehr Wald verloren, denn es werden seit Jahrzehnten mehr Bäume gefällt als nachwachsen. In einigen Ländern werden täglich riesige Waldgebiete gerodet. Vor allem im Regenwald ist das ein großes Problem. Wenn aber immer weniger Bäume da sind, können sie auch weniger Kohlendioxid verarbeiten. Das bedeutet, dass immer mehr CO2 in der Luft zurückbleibt. Jedoch ist zu viel Kohlendioxid nicht nur schädlich, sondern auch mitverantwortlich dafür, dass sich unsere Erde immer mehr erwärmt.

Bäume übernehmen eine Vielzahl von Aufgaben für uns - unschlagbar günstig und effizient:

Bäume sind die einzigen günstigen und kinderleicht vermehrbaren CO2-SpeicherWissenschaftler der Oxford University haben das Baumpflanzen zur besten Methode ernannt, um Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zu binden und der globalen Erwärmung entgegen zu wirken. Bäume sind kinderleicht zu pflanzen, entziehen der Atmosphäre über Jahre CO2 und binden dieses langfristig. Im Durchschnitt rechnen wir mit 10kg CO2 Bindung pro Baum pro Jahr. In den Tropen liegt dieser Wert um ein Vielfaches höher.

Bäume reinigen die Luft. Bäume nehmen nicht nur CO2 und andere Treibhausgase wie Kohlenmonoxid oder Schwefeldioxied auf, sondern stoßen auch wertvollen Sauerstoff aus. Ein einzelner Baum kann bis zu 5 kg Luftschadstoffe im Jahr aufnehmen und im gleichen Zeitraum bis zu 130 kg Sauerstoff produzieren.

Bäume kühlen die Erde, in dem sie zur Wolkenbildung beitragen. Wälder fördern durch die Ausschüttung von Isopren, ein bestimmter Kohlenwasserstoff, die Entstehung spezieller Wolken, die die Erde kühlen. Die Kühlung erfolgt über den sogenannten Albedo Effekt. Albedo bezeichnet dabei die Fähigkeit von Flächen, die Sonneneinstrahlung zu reflektieren. Wolken sind eine solche Reflektionsfläche. Wenn wir also durch weltweite Aufforstung dazu beitragen können, dass mehr Sonneneinstrahlung zurück ins Weltall reflektiert wird, wirken wir aktiv der Klimakrise entgegen.

Bäume regulieren den Niederschlag und sind Teil des Wasserkreislaufs. An einem einzigen Tag kann ein großer Baum bis zu 370 Liter Wasser aus dem Boden aufnehmen und in die Atmosphäre freisetzen. Die Blätter der Bäume fangen zudem Wasser in Form von Regentropfen auf. Dieses Wasser verdampft anschließend und verursacht, durch Wolkenbildung, andernorts neuen Niederschlag. Dieser Prozess wird Evapotranspiration genannt. Evapotranspiration verursacht im Jahresdurchschnitt rund 40% unseres Regens.